Implantologie

 
 

 

Unter Implantologie in der Zahnheilkunde wird das Einbringen von künstlichen Zahnwurzeln in den Kieferknochen verstanden. Diese Behandlung erfolgt in den meisten Fällen unter Lokalanästhesie. Implantate sind im Kieferknochen fest verankert und haben meist die Form eines Stiftes oder einer Schraube und bestehen aus Titan. Eine ideale Implantatoberfläche unterstützt den Prozess der Knochenheilung und gewährleistet innerhalb kürzester Zeit einen stabilen und belastbaren Verbund zwischen Implantat und Knochen.

Auf das im Kieferknochen eingeheilte Implantat wird ein Implantatpfosten verschraubt, auf den nun der eigentliche Zahnersatz befestigt wird (Suprakonstruktion) Dies kann eine einzelne Krone, Brücke oder eine herausnehmbare Prothese sein.

Vor einer Implantation steht unbedingt die Ermittlung von Allgemeinerkrankungen (Anamnese). Bei bestimmten Erkrankungen des Immunsystems wie z. B. HIV, Rheuma, Arthritis, Störungen in der Blutbildung und Diabetes kommt eine Implantation nur begrenzt in Frage. Anhand von Röntgenübersichtsaufnahmen und Modellanalyse werden die Infrastruktur der Kieferverhältnisse und damit die OP-Möglichkeiten abgeklärt.

Bei unzureichendem Knochenangebot ist in vielen Fällen eine Verbesserung des knöchernen Kiefers mit entsprechenden chirurgischen Verfahren vor oder in Kombination mit der Implantatsetzung angezeigt. Dabei kann körpereigener Knochen oder körperfremdes Knochenersatzmaterial eingesetzt werden, die dem Implantat mehr Halt geben (Augmentation). Das Implantat heilt in der Regel in drei bis sechs Monaten ein.

Vorteile von Implantaten:

  •   Naturgetreue Nachbildung des kompletten Zahnes
  •   Hohe Belastbarkeit
  •   Fester Sitz
  •   keineSprachbeeinträchtigung
  •   kein Beschleifen von Nachbarzähnen
  •   Erhalt des Kieferknochens
  •   Langlebigkeit

Unmittelbar nach Eingliedern des Zahnersatzes auf dem Implantat (Suprakonstruktion) erfolgt die Unterweisung des Patienten hinsichtlich spezieller Mundhygienemaßnahmen. Erste Kontrolluntersuchungen finden nach einer bis vier Wochen statt und gehen danach entsprechend einem individuellen Risikoprofils in einen Nachuntersuchungsrythmus über (Recall-Intervalle), wobei begleitend eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt werden sollte.

Zu den Kosten: Entscheiden Sie sich z. B. anstelle einer notwendigen Brücke für eine Implantatkonstruktion, so erhalten Sie als gesetzlich versicherter Patient Ihren Festzuschuss. Dieser ist befundbezogen. Der Befund heißt in diesem Fall: „zahnbegrenzte Lücke“. Diese Zuschussregelung gilt ab 01. Januar 2005 und bedeutet für Sie als Patient mehr Wahlfreiheit bei der prothetischen Therapie. Weitere Patienteninformationen über die Kassenärztliche Bundesvereinigung KZBV (www.kzbv.de)

Für Privatpatienten gelten die jeweils mit der privaten Kasse getroffenen Vereinbarungen.